Informationen für die Besucher der Intensivstation

Wann muss ein Patient auf die Intensivstation?

Wenn durch einen operativen Eingriff die lebenswichtigen Funktionen eines Patienten gefährdet sind, werden sie nach dem Eingriff auf unserer Intensivstation überwacht. Eine intensivmedizinische Betreuung ist zudem in folgenden Fällen vor oder nach Operationen notwendig:

  • Die Patientin oder der Patient leidet unter Vorerkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Eingriff ein hohes Risiko für seine Gesundheit darstellen
  • Es hat eine große, schwierige Operation stattgefunden, die einen starken Eingriff in die körperlichen Funktionen bedeutet
  • Eine Operation dauert länger als geplant oder überschreitet ein bestimmtes Ausmaß, geht z. B. mit einem größeren Blutverlust einher
  • Eine Patientin oder ein Patient hat einen Unfall erlitten oder muss aus anderen Gründen als Notfall operiert werden

Was ist eine Intensivtherapie?

Auf unserer Intensivstation ist die intensive Betreuung der Patienten durch Ärzte und Pflegekräfte rund um die Uhr gewährleistet. Die Pflegekräfte unterstützen den Patienten je nach Bedarf, um die körpereigenen Funktionen im Gleichgewicht zu halten. Sie bewegen und waschen die Patienten, geben ihnen Medikamente, füttern sie, messen und entfernen die Ausscheidungen und überwachen die maschinelle Unterstützung. Die medizinische Seite kümmert sich um teilweise oder vollständige Übernahme der Körperfunktionen. Dazu gehören zum Beispiel die maschinelle Beatmung, intravenöse Ernährung, Bekämpfung von Infektionen, Unterstützung und Steuerung des Herz-Kreislaufsystems, Blutwäsche. Wenn die Patienten auf der Intensivstation Schlaf- und Schmerzmittel erhalten, befinden sie sich, auch über längere Zeit, in einem schlafähnlichen Zustand. Sie sind häufig jedoch aufweckbar und können, auch unter maschineller Beatmung, Kontakt zu den Angehörigen und Pflegekräften aufnehmen. Dies ist ausdrücklich gewünscht, da es zum Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten beitragen kann. Darüber, ob intensiver Kontakt nutzt oder schadet, informieren wir Sie gerne im Einzelfall.

Gibt es seelsorgerische Unterstützung?

Patientinnen und Patienten, deren Angehörige, aber auch Pflegekräfte und Ärzte, die Schwerkranke über lange Zeit betreuen, nehmen seelsorgerische Betreuung in Anspruch, wenn es um Grenzen und Möglichkeiten einer sinnvollen Intensivtherapie geht. Bitte sprechen Sie uns auf der Station hierauf an: Wir leiten die Unterstützung in die Wege.

Besuch auf der Intensivstation / Auskunft

Die Besuchszeiten sind täglich von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr. Nach Absprache haben unsere Besucher auch außerhalb dieser Zeit die Möglichkeit, ihre Angehörigen zu sehen. Unser ärztliches und pflegerisches Personal ist für die Angehörigen nach Rücksprache jederzeit zu sprechen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nur die nächsten Angehörigen die Intensivpatienten besuchen können. Telefonische Auskünfte dürfen generell nicht erteilt werden, es sei denn, dass wir Sie in der Zwischenzeit persönlich kennen. Besuche außerhalb der Besuchszeiten sollten kurz vorher telefonisch oder per Fax vereinbart werden:

Intensivstation
Telefon 02421 599 324
Telefax 02421 599 325

Wegen der Besonderheiten der intensivmedizinischen Versorgung kann es trotz der Besuchszeiten und der Sondervereinbarungen zu Wartezeiten für die Besucher kommen.

Als Besucher melden Sie sich bitte über eine Klingelanlage. Sie werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Ihren Angehörigen geführt. Gegebenenfalls werden Sie gebeten, sich noch etwas zu gedulden oder werden darauf hingewiesen, dass es länger dauern wird. Der Stationsarzt wird vorher mit Ihnen sprechen.

Wichtig ist, dass alle Personen, die die Intensivstation betreten, sich die Hände mit alkoholischer Lösung desinfizieren. So mindern wir das Risiko, schädliche Bakterien einzuschleppen, die für die Intensivpatientinnen und -patienten schädlich sind. In Einzelfällen ist es notwendig, dass Sie Mundschutz und Kittel anlegen, wenn Sie Ihre Angehörigen am Krankenbett besuchen. Die Pflegekräfte informieren Sie darüber. Kinder unter 14 Jahren dürfen die Intensivstation nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Arztes betreten. Um die Auskunftsituation zu verbessern, wünscht sich das Personal der Intensivstation für jeden Patienten einen Ansprechpartner, der dann weitere Angehörige und Freunde informieren kann.