Schmerztherapie

Zur Anästhesie gehört eine Schmerzambulanz mit ca. 6.500 Therapien pro Jahr. Hier werden Patienten sowohl stationär als auch ambulant auf Zuweisung von niedergelassenen Ärzten schmerztherapeutisch versorgt.

Wenn heutzutage ein Mensch eine Arztpraxis aufsucht, sind nicht selten Schmerzen der Anlass für seinen Besuch, mit der Bitte um Hilfe und Beseitigung dieser Schmerzen.

Patienten mit Schmerzen, auch mit chronischen Schmerzen, werden in jeder Praxis behandelt. Bei richtiger Behandlung können sie auch dort ausreichend und wirksam betreut werden.

Schmerz ist genauso wie Hunger und Durst ein Urphänomen des Lebens. Während dem akuten Schmerz eine durchaus sinnvolle und lebenserhaltende Funktion zukommt, fehlt dem chronischen Schmerz ein solcher Sinn. 

Der chronische Schmerz hingegen wird zur selbstständigen Schmerzkrankheit, zur Qual und führt leider allzu häufig zur Zermürbung des Patienten. Die richtige Behandlung dieser Schmerzkrankheit ist die Aufgabe der Schmerztherapeuten auch in der Schmerzambulanz unseres Krankenhauses. Nicht selten werden dabei Patienten behandelt, die zuvor eine regelrechte „Schmerzkarriere" durchleben mussten.

Ursprung dieser langen und qualvollen Entwicklung sind oft unvollständige Diagnosen, mit einer anschließenden Kette von Behandlungsversuchen, die fehlschlugen.

Spektrum

Das Spektrum der Schmerzerkrankungen der im St. Augustinus Krankenhaus behandelten Patienten reicht von Kopfschmerzen verschiedenster Ursprünge, Gesichtsschmerzen, Erkrankungen des Nervensystems, Stumpf- und Phantom-Schmerzen, Schmerzen am Bewegungsapparat, Arthroseschmerzen, Rheumaschmerzen bis hin zu Tumorschmerzen.

Neben einer systemischen medikamentösen Therapie (d.h. die Gabe von Schmerzmitteln als Tablette, Tropfen, Zäpfchen oder über ein Pflaster), setzen wir in unserer Ambulanz auch die elektrische Nervenstimulation (TENS) zur Eigenanwendung ein.

Zur Schmerztherapie nach Hüft- oder Kniegelenksimplantationen bieten wir spezielle Schmerztherapieverfahren an. Beim sog. „3-in-1-Block" wird ein langwirkendes Medikament zur örtlichen Betäubung oder ein Schmerzmittel über einen Katheter an ein Nervengeflecht unterhalb der Leiste des zu operierenden Beins verabreicht. Die patientenkontrollierte Analgesie (PCA) erlaubt es Patienten, sich Medikamente bei auftretenden bzw. zunehmenden Schmerzen nach einer Operation selbst zu verabreichen. Zur Schmerztherapie nach großen Operationen im Bauchraum und nach Lungeneingriffen können Schmerzmittel über einen rückenmarksnahen Katheter mit Anschluss an eine Medikamentenpumpe kontinuierlich verabreicht werden.

Seit vielen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie der Universität Köln. Dort wird Patienten mit ausgeprägten Schmerzen oder Spastik, nach Versagen konservativer Therapien, eine Medikamentenpumpe mit Anschluss an einen Katheter (rückenmarksnah) direkt unter die Haut implantiert. Über diese Medikamentenpumpe wird dann kontinuierlich ein Opioid oder ein zentral wirkendes Muskelrelaxans direkt in den rückenmarksnahen Raum verabreicht. Die Nachsorge, wie das Befüllen der Pumpe, wird anschließend in der Schmerzambulanz unseres Hauses durchgeführt.

Vom Chirurgen, Internisten, Rheumatologen, Neurologen, Radiologen bis hin zum Orthopäden und Unfallchirurgen sind alle in unserem Hause in die schmerztherapeutische Versorgung einbezogen, um die Möglichkeiten an Diagnostik und Therapie optimal zu nutzen.

Kontakt zur Schmerzambulanz

Frau Katzgrau:
Telefon: 02421 599-360
Telefax: 02421 599-465
E-Mail: gkatzgrau.sak-dn@ct-west.de