Diagnostik und Versorgung

Die Kardiologie der Inneren Abteilung des St. Augustinus Krankenhauses hält moderne Technologien zur optimalen Versorgung von Herzpatienten bereit. Die Kardiologen wenden alle Standarduntersuchungen wie EKG, Langzeit-EKG, Belastungs-EKG mit Spirometrie an. Außerdem werden im ganzen Hause sämtliche Ultraschalltechniken angewendet.

Mit Ultraschall lässt sich das Herz sehr gut darstellen. Dafür stehen moderne Technologien zur Verfügung. Neben der standardisierten Echokardiographie
einschließlich der Farbdoppler-Echokardiographie stehen weitere Methoden wie Gewebedoppler zur Verfügung, um die Funktionsabläufe im Herzen optimal darzustellen. Außerdem kann das Herz durch eine Untersuchung über die Speiseröhre stufenlos dargestellt werden mit der sogenannten multiplanen transösophagealen Echokardiographie. Diese eignet sich hervorragend, insbesondere auch bei unseren neurologischen Patienten, um kardiale Ursachen von Schlaganfällen festzustellen. Die Fachärzte können hiermit sehr gut Gerinnsel im Herzen oder Tumore des Herzens diagnostizieren sowie entzündliche Herzklappenerkrankungen und Erkrankungen der Hauptschlagader.

Für die Untersuchung unter Belastung steht die Stress-Echokardiographie zur Verfügung, um festzustellen, ob eine Durchblutungsstörung des Herzens vorliegt und eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich ist. Herzkatheteruntersuchungen nehmen die Kardiologen der Inneren Medizin I seit einigen Jahren im Herzkatheterlabor des St. Antonius-Krankenhauses in Eschweiler in Zusammenarbeit mit dem dortigen Katheterteam vor. Defibrillatoren implantieren die Kardiologen ebenfalls zusammen mit dem Herzkatheterteam des Krankenhauses Eschweiler.

Für die Untersuchung der Einheit Herz/Lunge steht im St. Augustinus Krankenhaus ein weiteres diagnostisches Mittel zur Verfügung, die Spiroergometrie. Das spezielle Gerät registriert computergesteuert, kontinuierlich und exakt die Herz- Lungenleistungsbreite: Es zeichnet die Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe unter EKG- und Blutdruckkontrolle auf. Hiermit kann man gut ein Operationsrisiko abschätzen und es sind zuverlässige Aussagen nach einer Operation zur Leistungssteigerung möglich. Dieses Verfahren ist auch wichtig, wenn Rehabilitationsmaßnahmen anstehen, wie die von unserem Krankenhaus angebotenen Herzsportgruppen (Ltd. Oberarzt Dr. med. Dühr). Es ermöglicht, Patienten optimal auf die Herzsportgruppe vorzubereiten und im Verlauf die Leistung des Herzens zu überwachen.
Zur Abschätzung des Risikos von Herzrhythmusstörungen, die unter bestimmten Umständen auch zu bösartigen Rhythmusstörungen und damit zum plötzlichen Herztod führen können, halten wir diagnostische Verfahren wie das Hochauflösungs-EKG und die Bestimmung der QT-Dispersion sowie der Herzfrequenzvariabilität vor.

Das St. Augustinus Krankenhaus verfügt über eine Telemetriestation. Dies ist eine Station, auf der Patienten zentral rhythmusüberwacht werden, sich aber wie auf einer Normalstation bewegen können. Die Patienten sind hierbei mit einem Funksender versorgt, der den Herzrhythmus zu einer Zentrale übermittelt. Hiermit können komplexe Rhythmusstörungen analysiert werden.

Bei Ohnmachtsanfällen, die durch kardiologische oder neurologische Untersuchungen keine Klärung erfahren haben, kommen Kipptisch-Untersuchungen zum Einsatz.

Mit dem Schlaf-Apnoe-Screening-Gerät der Abteilung können die Fachärzte Schlafstörungen bei starkem Schnarchen oder chronischer Herzschwäche diagnostizieren.

Die Innere Medizin I kann von der hochqualifizierten Funktionsdiagnostik über Herzschrittmachertherapie, Herzkatheter einschließlich Stent-Implantationen bis hin zur palliativen Therapie oder schweren Herzinsuffizienz einen weiten Bogen spannen. Unsere Kompetenz und unser hoch motiviertes Team stellen immer den Patienten in den Mittelpunkt.

Als letzte Erweiterung der Inneren Abteilung ist ab 12/08 eine Palliativstation mit 9 Betten hinzugekommen. Hier wird auch den in unserer Gesellschaft zu wenig beachteten Menschen mit einer fortgeschrittenen Herzerkrankung geholfen.

Die Abteilung für Innere Medizin am St. Augustinus Krankenhaus ist Kooperationspartner des Olympiastützpunktes Rheinland.

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