Einengung des Wirbelkanals

Was ist eine Einengung des Wirbelkanals?

Diese Erkrankung tritt vorwiegend in höherem Alter auf. Wie beim Bandscheibenvorfall kommt es zu einer Einklemmung der Nerven mit Rücken- und Beinschmerzen. Dies geschieht vorwiegend durch knöcherne Randzacken, die sich im Alter im Bereich der kleinen Wirbelgelenke bilden.

Wie wird eine Einengung des Wirbelkanals behandelt?

Wenn die ambulante Behandlung nicht erfolgreich ist, erfolgt eine stationäre, zunächst nichtoperative Therapie. Die Hohlkreuzfehlstellung der Lendenwirbelsäule wird aufgehoben, um hierdurch den Wirbelkanal funktionell zu erweitern. Dies gelingt durch Krankengymnastik mit Muskelaufbau und durch einfach anzulegende Drell-Mieder. Zusätzlich wird die Infusionsbehandlung und Spritzentherapie wie beim Bandscheibenvorfall (siehe oben) durchgeführt.

Erbringt diese Behandlung keinen Erfolg, empfehlen wir die gewebeschonende Operation mit Entfernung der Knochenzacken unter dem Operationsmikroskop über einen winzigen Hautschnitt. Hierzu verwenden wir eine hochtourige Diamantenpräzisionsfräse. In seltenen Fällen erfolgt die zusätzliche Einbringung eines Platzhalters (Coflex Cage) um den Druck auf den Nerven weiter zu reduzieren.

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Die Patienten können unmittelbar nach der Operation aufstehen und dürfen auch sitzen. Unter Aufsicht des Physiotherapeuten wird die Muskulatur schrittweise wieder aufgebaut. Evtl. ist das Tragen eines Drellmieders für die ersten Wochen nach der Operation bei Belastung notwendig. Körperliche Arbeiten sollten frühestens nach 6 Wochen begonnen werden.