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Vom gläsernen Menschen

Der Wunsch - nicht nur der Ärzte - in den Menschen hineinschauen zu können, ohne ihn dabei zu verletzen, ist wahrscheinlich so alt wie die Humanmedizin selbst. Heutzutage sind Röntgenaufnahmen eines Patienten für uns alle selbstverständlich. Der Arzt kann in den Menschen "hineinschauen" und so Erkrankungen sehr viel genauer feststellen.

Nachdem die Röntgenaufnahme lange Zeit einzig und beherrschend auf dem Gebiet der „Diagnostischen Radiologie“ war, sind in den letzten Jahren auch andere Diagnosemöglichkeiten entwickelt worden. Der Vorteil der neuen Methoden liegt darin, dass für die Untersuchung keine Strahlen benötigt werden.

Zunächst wurden Diagnosemethoden mittels Ultraschall entwickelt, und jüngster Stand der verfeinerten radiologischen Diagnostik sind Abbildungen mittels eines Magnetfeldes im so genannten Magnetresonanztomographen (MRT oder Kernspin).

Alle diese Diagnosemöglichkeiten stehen Ihnen im St. Augustinus Krankenhaus zur Verfügung. Aus der Röntgenabteilung des Krankenhauses entstand am 1. Januar 1994 das Institut für Klinische und Diagnostische Radiologie. Seither hat sich das Institut unter der Leitung des Chefarztes Dr. med. Martin Kim-Steinhoff zu einer sehr gut ausgestatteten diagnostischen Radiologieabteilung im weiten Umkreis entwickelt.
Jährlich werden ca. 50.000 Röntgenuntersuchungen aller Körperregionen durchgeführt und fachärztlich ausgewertet.


Röntgendiagnostik
Digitale Mammographie
Kontrastmittelunterstützte Darstellungen
Schnittbildverfahren
Ultraschall
Interventionelle oder therapeutische Radiologie


Im Mittelpunkt steht dabei die herkömmlich konventionelle Röntgendiagnostik mit Aufnahmen des Skeletts, einschließlich Wirbelsäule und Schädel, aber auch von Organen wie der Lunge. Alle Röntgenaufnahmen werden in digitaler Technik durchgeführt und auch digital archiviert, wodurch zu jedem Zeitpunkt ein Zugriff auf die Röntgenbilder auf allen Stationen und Ambulanzen möglich ist. So sind die klinischen Fächer immer in der Lage, sich ein aktuelles Bild von ihren Patienten zu machen. Auch ein Export der Röntgenbilder, via ISDN oder Internet, an niedergelassene Haus- und Fachärzte ist somit gewährleistet.
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Ein spezielles Aufgabengebiet erschließt sich dem Radiologen in der digitalen Mammographie, die auf neuestem Stand eine Verringerung der Strahlenbelastung für die Patientinnen erbringt.
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Die Abteilung beschäftigt sich zudem schwerpunktmäßig mit der Darstellung von arteriellen und venösen Gefäßen unter Zuhilfenahme von Kontrastmitteln. Hierfür steht eine moderne DSA-Anlage (digitale Subtraktionsangiographie) zur Verfügung, die ebenfalls eine erhebliche Einsparung von den Patienten belastenden Strahlungen erbringt.

Darüber hinaus werden kontrastmittelunterstützte Darstellungen des Dünn- und Dickdarmes, des Magens und auch des Rückenmarkkanals durchgeführt. Mittels dieser
modernen Anlage können auch Einengungen und Verschlüsse von arteriellen Gefäßen mit Hilfe eines Ballonkatheters beseitigt werden. Das gleiche Verfahren erlaubt ebenfalls den minimal-invasiven Einsatz von Gefäßprothesen, die lokal eng begrenzte Chemotherapie von Tumoren und die medikamentöse Auflösung von thrombotischen Verschlüssen im Gehirn, Becken oder Bein.
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Einen besonderen Schwerpunkt der Abteilungstätigkeit aber bildet die Untersuchung mit Hilfe von Schnittbildverfahren. So ist die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) nicht mehr aus der heutigen Diagnostik wegzudenken. Seit der Anschaffung des 3-Tesla-Magnetresonanztomographen in 2010 hat sich eine neue Dimension in der Bildgebung eröffnet. Aufnahmen von feinsten Schichten in exzellenter Bildqualität aus dem Inneren des Patienten ermöglichen eine optimale Auswertung. In vielen Fällen sind CT und MRT der konventionellen Radiologie überlegen und ersetzen diese in manchen Gebieten.
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Eine Sonderstellung in der diagnostischen Radiologie nimmt der Ultraschall ein, wobei dieses Verfahren heute von nahezu allen Fachgruppen der Medizin angewandt wird. Für die Radiologen ist der Ultraschall überwiegend eine Orientierungshilfe bei unklaren diagnostischen Fragestellungen.
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Ein noch relativ junges Aufgabengebiet der Ärzte für Diagnostische Radiologie ist das Feld der interventionellen oder therapeutischen Radiologie. Hier kommen zum Beispiel computertomografisch (CT) gestützte Behandlungsverfahren bei der Bandscheibentherapie in Frage, sowie die CT-gesteuerte Punktion und Drainage von Abzessbildungen oder in der Schmerztherapie, wie bei Tumorschmerzen, und die CTgesteuerte Ausschaltung von Schmerzzentren. Die gezielte Diagnostik und besonders die therapeutischen Möglichkeiten eröffnen sich für den Patienten durch die enge
und positive Zusammenarbeit zwischen Radiologie und den einzelnen Fachabteilungen des Hauses. Eine Zusammenarbeit, die nach ständiger Verbesserung der medizinischen Versorgung des Patienten strebt.
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