Gut aufgestellt für den Ernstfall
Versorgung Schwerverletzter im St. Augustinus-Krankenhaus Düren als zertifiziertes Traumazentrum
Düren. Nach einem schweren Unfall zählt jede Minute. Dann müssen im St. Augustinus-Krankenhaus viele Dinge gleichzeitig funktionieren. Der Schockraum muss vorbereitet sein, Diagnostik und OP müssen bereitstehen und Unfallchirurgie, Anästhesie, Radiologie, Intensivmedizin, OP und Pflege eng zusammenarbeiten.
Dass diese Abläufe im Lendersdorfer Krankenhaus funktionieren, hat jetzt ein unabhängiger Auditor bestätigt. Das Krankenhaus hat die Rezertifizierung als Traumazentrum erfolgreich abgeschlossen. Mit dem am St. Augustinus-Krankenhaus angesiedelten Traumazentrum verfügen die JG Rur-Kliniken über eine zentrale und zertifizierte Struktur für die schnelle und spezialisierte Versorgung schwerverletzter Menschen.
In dem Audit wurde der gesamte Weg eines schwerverletzten Patienten unter die Lupe genommen. Von der Übergabe durch den Rettungsdienst über die Versorgung im Schockraum und die radiologische Diagnostik bis hin zu OP und Intensivstation. Neben der medizinischen Versorgung wurden auch die Organisation, Dokumentation, technische Ausstattung sowie die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geprüft.
„Gerade bei Schwerverletzten haben wir keine Zeit zu verlieren. Jeder im Team muss wissen, was zu tun ist, und die einzelnen Fachbereiche müssen reibungslos ineinandergreifen“, sagt Dr. med. Manfred Hausmann-Albers, Chefarzt der Unfallchirurgie und verantwortlicher Arzt des Traumazentrums in Lendersdorf. „Dass uns der Auditor erneut ein sehr hohes Niveau bescheinigt, freut uns. Vor alles ist es eine Anerkennung für das gesamte Team.“
Die technische Ausstattung spielt bei der Einordnung auch eine wichtige Rolle. Bereits vom Unfallort können durch moderne Strukturen und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem RDKD Informationen elektronisch an das Krankenhaus übermittelt werden. So können sich die Teams im St. Augustinus-Krankenhaus frühzeitig auf den Patienten vorbereiten. Für Diagnostik und Behandlung stehen moderne Ultraschall- und Röntgentechnik (3D-Bildwandler), entsprechend ausgestattete Operationssäle und Beatmungsgeräte zur Verfügung. Auch Blut- und Gerinnungsprodukte können bei Bedarf kurzfristig eingesetzt werden.
Positiv bewertet wurden beim Audit zudem das Qualitäts- und Risikomanagement sowie die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Regelmäßige Trainings und Qualitätszirkel gehören deshalb fest zum Alltag des Traumazentrums.
Zudem besitzt Dr. med. Hausmann-Albers als einziger Arzt in Düren die volle Weiterbildungsbefugnis für die Zusatzweiterbildung „Spezielle Unfallchirurgie“. Ziel der Weiterbildung ist eine vertiefte Ausbildung im Polytrauma-Management im Schockraum und in der operativen und konservativen Behandlung komplexer Verletzungen.
Damit können Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie die komplette Zusatzweiterbildung am St. Augustinus-Krankenhaus absolvieren, ohne die Klinik wechseln zu müssen.
Mehr als 22.000 Patientinnen und Patienten werden jedes Jahr in der zentralen Notaufnahme des St. Augustinus-Krankenhauses behandelt und über 9.000 davon werden stationär aufgenommen. Bei der Versorgung schwer und mehrfach verletzter Menschen verfügt das Lendersdorfer Krankenhaus über eine besonders hohe Expertise.
„Die Zertifizierung zeigt, dass wir für solche Situationen gut aufgestellt sind“ sagt der stellv. Ärztliche Direktor, Dr. med. Huppertz-Thyssen. „Für die Menschen in Düren und der Region ist entscheidend, dass sie sich im Notfall auf eine leistungsfähige Versorgung bei uns verlassen können. Genau dafür halten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr die notwendigen Strukturen vor.“
Als lokales Traumazentrum gehört das St. Augustinus-Krankenhaus zum TraumaNetzwerk EURegio Aachen. Darin arbeiten mehrere Krankenhäuser unter der Führung der Universitätsklinik RWTH Aachen zusammen. Das Netzwerk sorgt dafür, dass bei schweren Verletzungen die unterschiedlichen Versorgungsstufen der beteiligten Kliniken eng aufeinander abgestimmt sind.
Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
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Foto (© H. Deniz-Altin): Erfolgreiche Teamleistung - v.l. Dr. med. Bruno Jansen (stellv. ärztlicher Leiter der Notaufnahme), Dagmar Heider (Qualitätsmanagement), Dr. med. Markus Huppertz-Thyssen, MHBA, DESAIC, FESAIC (Chefarzt Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin und stellv. Ärztlicher Direktor), Dr. med. Manfred Hausmann-Albers (Chefarzt der Unfallchirurgie), Dr. med. Rasmus Bergmann (Oberarzt Unfallchirurgie/Orthopädie), Julian Kleinpaß (Kfm. Direktor), Dr. med. Brigitte Gath (Ärztliche Leiterin der Notaufnahme) und Laura Rufledt (Pflegerische Leiterin der Notaufnahme)