Dürener Krankenhäuser bündeln Kompetenzen für eine starke Versorgung in der Region
Artemed und Josefs-Gesellschaft tauschen Leistungsbereiche und intensivieren ihre Zusammenarbeit - Spezialisierung schafft klare Profile, kurze Wege für Patienten und eine stabile Krankenhausstruktur
Düren, 31. März 2026 – Das Krankenhaus Düren (Artemed) und die Krankenhäuser St. Marien-Hospital sowie St. Augustinus-Krankenhaus (beide Josefs-Gesellschaft) richten ihre medizinischen Leistungen künftig noch enger aufeinander aus. Ziel ist es, medizinische Leistungen stärker zu spezialisieren, Doppelstrukturen abzubauen und gleich¬zeitig eine hochwertige sowie wirtschaftlich tragfähige Versorgung langfristig zu sichern. Die Verein¬barung steht im Zusammenhang mit der Krankenhausplanung NRW, die eine stärkere Konzentration medizinischer Leistungen vorsieht.
Spezialisierung stärkt Qualität
Im Zuge der Vereinbarung plant das St. Augustinus-Krankenhaus, die Leistungsgruppe Wirbelsäulen¬chirurgie an das Krankenhaus Düren zum 01. Juli 2026 abzugeben. Dort soll die Wirbelsäulen¬chirurgie künftig gebündelt werden. Die „Zertifizierte Klinik für Wirbelsäulenchirurgie“ soll als Kompe¬tenzzentrum weiter ausgebaut und zu einem medizinischen Leuchtturm entwickelt werden. Im Gegen¬zug plant das Krankenhaus Düren, den Leistungsbereich Frauenheilkunde und Geburtshilfe an das St. Marien-Hospital zum 01. Juli 2026 abzugeben. Damit soll das St. Marien-Hospital zukünftig die Allgemeine Frauenheilkunde, Senologie sowie Geburtshilfe anbieten und eine zentrale Anlaufstelle für Mutter und Kind in der Region werden. Gemeinsam mit Gynäkologie und Geburtshilfe ist die Pädiatrie und Neonatologie ein wichtiger Leuchtturm und regional anerkanntes Perinatalzentrum.
„Mit dieser Vereinbarung wollen wir klare medizinische Profile für unsere Häuser schaffen und möchten Kompetenzen dort bündeln, wo sie den größten Nutzen für Patientinnen und Patienten bringen. Unser Ziel ist eine qualitativ hochwertige Versorgung mit kurzen Wegen und eine stabile Perspektive für die medizinische Versorgung in der Region“, sagt Annika Butzen, Geschäftsführerin des St. Augustinus-Krankenhauses und des St. Marien-Hospitals.
Intensivere Zusammenarbeit für kürzere Wege
Neben den geplanten Leistungskonzentrationen intensivieren die Krankenhäuser ihre Zusammen-arbeit in mehreren Fachbereichen. So sollen Patientinnen und Patienten des Krankenhauses Düren künftig von neurologischen Konsilen durch das Team des St. Augustinus-Krankenhauses direkt vor Ort profitieren. Gleichzeitig sollen kardiologische Fälle an das Krankenhaus Düren koordiniert werden, um Transporte in andere Städte zu vermeiden. Senologische Patientinnen können in enger Zusam¬menarbeit mit der großen Onkologie des Krankenhauses Düren behandelt werden. Auch in der Gefäßchirurgie arbeiten das St. Augustinus-Krankenhaus und das Krankenhaus Düren künftig eng zusammen.
„Durch die engere Zusammenarbeit unserer Häuser sollen klare Behandlungspfade und kurze Wege für die Patientinnen und Patienten entstehen“, sagen Andreas Grbic und Joschua Hannemann, Geschäftsführer des Krankenhauses Düren.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf den Mitarbeitenden: Die beteiligten Häuser wollen den Wandel gemeinsam verantwortungsvoll gestalten und versuchen, betroffenen Beschäftigten Perspek¬tiven innerhalb der regionalen Krankenhauslandschaft zu eröffnen.
Trägerübergreifende Kooperation als Signal für die Zukunft
Die Vereinbarung soll auch als besonderes Beispiel für eine trägerübergreifende Zusammenarbeit in der Krankenhauslandschaft gelten. „Dass zwei unterschiedliche Krankenhausträger ihre Leistungen so eng aufeinander abstimmen, ist in dieser Form noch immer selten. Umso wichtiger ist diese Verein¬barung für die Region. Gemeinsam mit Artemed stellen wir die Versorgung der Menschen im Kreis Düren über institutionelle Interessen und schaffen eine stabile Grundlage für die Zukunft unserer Kranken¬häuser“, sagt Stephan Prinz, Vorstand der Josefs-Gesellschaft gAG. Auch beim Krankenhaus Düren sieht man die Kooperation als wichtigen Schritt. „Die Krankenhausreform verlangt neue Formen der Zusammenarbeit. Mit der Josefs-Gesellschaft gehen wir diesen Weg bewusst partnerschaftlich. Statt parallel ähnliche Leistungen vorzuhalten, wollen wir unsere Stärken bündeln und klare Profile für unsere Häuser schaffen“, betont Andreas Grbic, Geschäftsführer des Krankenhauses Düren und Konzern¬geschäftsführender Direktor Artemed.
„Die Krankenhäuser in Düren gehen hier einen wichtigen Schritt, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern und die Krankenhausstruktur zukunftsfähig auszurichten. Die enge Zusammen-arbeit der Träger stärkt die Gesundheitsversorgung für die Menschen im gesamten Kreis“, begrüßt Landrat Dr. Ralf Nolten das Vorhaben.
Endoprothetik bleibt gemeinsamer Schwerpunkt
Die Krankenhäuser wollen künftig viele Leistungen bündeln. Die Endoprothetik soll jedoch – vorbehaltlich der regionalen Planungskonzepte – weiterhin sowohl am Krankenhaus Düren als auch am St. Augustinus-Krankenhaus angeboten werden.
Über das Krankenhaus Düren
Mit fast 30 Fachkliniken, Zentren und Instituten sowie weiteren therapeutischen Einrichtungen deckt das Krankenhaus Düren ein sehr breites Spektrum an Behandlungsangeboten und Gesundheits-vorsorge für die Menschen im Kreis Düren und der Region ab. Exzellente Hochleistungsmedizin ist unser Anspruch. Das gilt vor allem für die medizinischen Schwerpunkte, in denen das Krankenhaus Düren besonderes spezialisiert ist. Schwer¬punkte sind die Behandlung von Tumoren, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Verdauungs- und Stoffwechselorgane und des Bewegungsapparates sowie die Frauengesundheit und die Männergesundheit. Interdisziplinäre Zusammenarbeit wird dabei groß geschrieben. Weitere Informationen unter: www.krankenhaus-dueren.de
Über das St. Marien-Hospital und das St. Augustinus-Krankenhaus (JG Rur-Kliniken)
Die JG Rur-Kliniken sind der starke Gesundheitsverbund für Düren und die Region. Mit dem
St. Marien-Hospital in Düren-Birkesdorf und dem St. Augustinus-Krankenhaus in Düren-Lendersdorf sichern wir die medizinische Versorgung für rund 280.000 Menschen in Stadt und Kreis Düren. Mit rund 600 Planbetten und jährlich mehreren zehntausend stationären und ambulanten Behandlungen bilden wir eine tragende Säule der regionalen Gesundheitsversorgung. Als Teil der Josefs-Gesellschaft, eines großen katholischen Krankenhausträgers, steht bei uns der Leitspruch „Im Mittelpunkt der Mensch“ über allem. Rund 1.900 engagierte Fachkräfte – darunter etwa 280 Ärztinnen und Ärzte sowie rund 1.000 Pflegekräfte – setzen sich täglich für eine hochwertige medizinische Versorgung und eine zugewandte Betreuung ein. Als akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen und mit jährlich über 300 Auszubildenden am eigenen JG Rur-Campus investieren wir aktiv in die Zukunft der Pflege. Medizinische Schwerpunkte sind Orthopädie und Unfallchirurgie (inklusive Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung und Traumazentrum), Neurologie mit Stroke Unit, ein umfassendes Kinderzentrum, Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Perinatalzentrum Level 2), Senologie sowie Geriatrie. Ergänzt wird das Angebot durch Innere Medizin, Allgemein- und Viszeral-chirurgie sowie moderne Notfall-, Intensiv- und Diagnostikstrukturen.
Weitere Informationen unter: www.marien-hospital-dueren.de | www.sankt-augustinus-krankenhaus.de
Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
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