Wissenschaftspreis für digitale Pionierarbeit: JG Rur-Campus in Düren setzt Maßstab für Pflegeausbildung
David Müller erhält Wissenschaftspreis der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf für wegweisendes Konzept zum VR-gestützten Lernen
Düren. David Müller, Lehrer am Rur-Campus der JG Rur-Kliniken, ist von der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf mit dem Wissenschaftspreis im Studiengang Berufspädagogik Pflege und Gesundheit geehrt worden. Mit seiner Masterarbeit zum Einsatz virtueller Realität (VR) in der Pflegeausbildung hat er nicht nur die Jury überzeugt. Er positioniert den Rur-Campus der JG Rur-Kliniken in Düren als Vorreiter zukunftsweisender Berufsbildung in der Region.
Die prämierte Arbeit stellt die Frage, wie digitale Technologien sinnvoll, nachhaltig und wirkungsvoll in die Ausbildung von Pflegeberufen integriert werden können. Das Antwortkonzept von David Müller verbindet selbstgesteuertes Lernen mit simulationsbasiertem Training: Mithilfe von VR-Technologie können Auszubildende realitätsnahe Pflegesituationen üben, Fehler in einem geschützten Rahmen analysieren und schrittweise Handlungssicherheit aufbauen, ohne Risiko für Patienten und ohne Druck des echten Pflegealltags.
„Meine größte Motivation ist es, Menschen auf ihrem Weg zu qualifizierten Fachkräften zu begleiten. Wenn ich sehe, wie Auszubildende durch VR-Simulationen plötzlich zusätzliche Sicherheit gewinnen und souverän handeln, dann bestärkt es mich, neue Wege in der Ausbildung konsequent weiterzugehen“, beschreibt David Müller die Lernerfolge.
Die Anforderungen an die Pflegeausbildung steigen. Wer heute ausbildet, muss komplexe Praxissituationen vermitteln, ohne immer auf den Ernstfall zurückgreifen zu können. Genau hier setzt die Innovationsarbeit für die Pflegeausbildung an: Durch virtuelle Szenarien erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, realitätsgetreue Abläufe selbstgesteuert zu trainieren, zu reflektieren und zu wiederholen.
Die pädagogischen Vorteile überzeugen durch realitätsnahe Vorbereitung auf Praxiseinsätze, sicheres Üben komplexer Pflegesituationen ohne Patientengefährdung, Förderung eigenverantwortlichen und selbstgesteuerten Lernens, höhere Motivation durch moderne, interaktive Lernmethoden sowie eine nachhaltige Verknüpfung von Theorie und Praxis. „Guter Unterricht lebt vom Einsatz motivierter und engagierter Lehrkräfte. Mit Ausbildungskonzepten wie dem von David Müller sind wir am Puls der Zeit und engagieren uns aktiv für die Weiterentwicklung und die hohe Qualität in der Pflegeausbildung“, erklärt Menka Berres-Förster, Leiterin des Rur-Campus.
Der JG Rur-Campus für Pflege, Bildung und Gesundheit am St. Marien-Hospital Düren ist das berufspolitische Aushängeschild für die Pflegeausbildung im Kreis Düren und eine der größten Bildungseinrichtungen für Pflege und Gesundheit in der Region. Nach einer Investition von 5,8 Millionen Euro entstand ein hochmoderner Ausbildungsstandort mit 525 Schulplätzen, digitalen Lernwelten, einem realitätsnahen Skillslab sowie innovativer Simulationstechnik. Neben der generalistischen Pflegeausbildung bietet der JG Rur-Campus Programme für Pflegefachassistenz, Fort- und Weiterbildungen sowie Informationsveranstaltungen an. Der Ausbildungsstandort verbindet die Tradition einer seit 1966 bestehenden Pflegeschule mit modernster Lehr- und Lerntechnologie und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des pflegerischen Nachwuchses und der Gesundheitsversorgung im Kreis Düren.
Weitere Informationen: Josefs-Gesellschaft gAG, Köln
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Foto (© T. Opgenorth) v.l.: Menka-Berres Förster (Leitung Rur-Campus), David Müller, Annika Butzen (Geschäftsführerin JG Rur-Kliniken) und Gabi Kalkbrenner (Kfm. Direktorin St. Marien-Hospital Düren)