Herz / Kreislauf

Aus dem Bereich der ambulanten Kardiologie bieten wir Ihnen eine Spektrum von Untersuchungen an, die zur Erfassung wichtiger Erkrankungen des Herz/Kreislaufsystems geeignet sind.

Zu Beginn steht das ausführliche Gespräch zur Erfassung Ihrer Vorgeschichte, ev. Risikofaktoren, wichtiger sonstiger Vorerkrankungen, Ihrer Symptome bzw. Beschwerden.

Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, die häufig schon erste Hinweise auf vorhandene Störungen gibt.

Je nach Fragestellung schließen sich apparative Untersuchungen an. Hierzu zählen:

Ruhe-EKG (Elektrokardiogramm)

Ein EKG gibt die an der Körperoberfläche abgegriffene Kurve des elektrischen Erregungsablaufes am Herzen wieder.

Man nutzt das EKG zur Basisaussage über den Herzrhythmus, Beschleunigung oder Verlangsamung bestimmter Zeitintervalle (z.B. Blockbilder), zur Frage von Extrasystolen (rhyhtmusabweichende Extraaktionen des Herzens) oder als Diagnosehilfe bei Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung und natürlich zur Diagnose einer Durchblutungsstörung des Herzens, insbesondere eines Herzinfarktes. Die Aufnahmedauer eines EKGs beträgt selten mehr als 10 Sekunden.

Belastungs-EKG (Ergometrie)

Hierbei wird die untersuchte Person unter ständiger EKG-Registrierung meist auf einem Sitzend-Ergometer mit zunehmender Wattzahl belastet. Dabei wird alle 2 Minuten auch der Blutdruck erfasst. Die Zielbelastung richtet sich dabei nach Alter, Geschlecht und Gewicht der untersuchten Person.

Das Belastungs-EKG  dient zur Erfassung der Belastbarkeit und zusätzlich zur Beurteilung von Herzrhythmus, Blutdruck und ev. Anzeichen für eine Sauerstoffminderversorgung des Herzmuskels, die sich typischerweise in einer bestimmten EKG-Veränderung zeigen würde.

Ein unauffälliges Belastungs-EKG schließt dabei allerdings eine unter Umständen sogar relevante Einengung im Herzkranzgefäßbereich nicht sicher aus.

Die Belastung kann anstelle auf dem Ergometer z.B. auch auf einem Laufband erfolgen.

Langzeit-EKG

Wie die Bezeichnung nahelegt, handelt es sich hierbei um eine EKG-Registrierung über eine längere Zeit, in der Regel mindestens 18 Stunden, je nach Fragestellung aber auch durchaus bis zu 7 Tage.

Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Erfassung von Herzrhythmusstörungen.

Solche können zum Beispiel sein:
Ein krankhaft langsamer oder krankhaft schneller Herzschlag, Extraschläge aus dem Vorkammer- oder Hauptkammerbereich, Vorhofflimmern.

Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie)

Bei der Ultraschalluntersuchung des Herzens werden die Größe der vier Herzkammern, die Muskeldicke, die Pumpfunktion, der Herzbeutel und die Herzklappen sowie die aufsteigende Brustschlagader beurteilt. Dies erfolgt am schlagenden Herzen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und auf Grund der Anwendung von Ultraschall gesundheitlich unbedenklich. Sie bedarf keiner speziellen Vorbereitung Ihrerseits, ist also jederzeit durchführbar.

Eine Echokardiographie ist zum Beispiel sinnvoll bei der Nachuntersuchung nach Herzinfarkt, zur Klärung der Symptome Luftnot, unklarer Brustschmerz, Ursachensuche eines Herzgeräusches, zur Verlaufsbeobachtung eines Herzklappenfehlers oder einer Erweiterung der Brustschlagader (Aneurysma), zur Planung eines Rhythmisierungsversuches bei Vorhofflimmern.

Stressechokardiographie

Hierbei nutzt man parallel zu einem normalen Belastungs-EKG die zeitgleiche Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall, um im Zusammenhang mit einer Sauerstoffminderversorgung des Herzens ev. typische krankhafte Bewegungsmuster des Herzens zu erfassen. Die Stressechokardiographie hat ähnlich wie eine Belastungsmyokardszintigraphie eine höhere Treffsicherheit als das normale Belastungs-EKG. Beide Verfahren sind allerdings deutlich aufwendiger.